Ihr heißt „Unabhängige Hochschulgruppe gegen Studiengebühren“ – Was motiviert euch eigentlich weiterhin Hochschulpolitik zu betreiben jetzt wo die Studiengebühren gefallen sind? Oder seid ihr lediglich ein Logo-Relikt neben den Piraten?
 

Das ist eine berechtigte Frage. Die UHG gründete sich ja einmal mit dem Ziel, gegen Studiengebühren zu kämpfen. Das war ja nun bekanntermaßen erfolgreich, nicht zuletzt durch die intensive Unterstützung des Volksbegehrens.

Einige Zeit nach Gründung der UHG kamen weitere Ziele hinzu, allen voran die Ablehnende Haltung gegenüber dem Bologna-Prozess, siehe dazu unseren anderen Artikel in dieser Sprachrohrausgabe. Der Kampf gegen Studiengebühren blieb natürlich immer an oberster Stelle und so stellte sich nach deren Abschaffung schon die Frage, ob man nun feierlich die Selbstauflösung beschließen oder an den anderen Zielen weiterarbeiten sollte. Damit verbunden ist natürlich die Frage des Namenszusatzes "gegen Studiengebühren", die wir nach der Gebührenabschaffung auch diskutiert haben. Das entscheidende Argument dabei war, dass wir als diejenigen bekannt sind, die zur Abschaffung der Gebühren beigetragen haben in Form von vielen Infoständen, an denen die Unterschriften für das Volksbegehren gesammelt wurden. Daher haben wir uns gegen eine Namensänderung entschieden. Insofern kann man durchaus von einem – sogar ziemlich positiven – Relikt sprechen.

Was das Verhältnis zu den Piraten angeht, die erst später hinzukamen und mit der UHG eine Listenvereinigung bildeten, hört sich die Frage so an, als wäre die UHG neben den Piraten unwichtig geworden. Das ist jedoch keineswegs der Fall. Die Piraten waren zwar zeitweise zahlreicher als die UHG, es war jedoch nie so, dass die UHG neben den Piraten untergegangen wäre, um hier mal im Bild der Piraten zu bleiben. Als Neulinge in der Hochschulpolitik haben sie zunächst die längere Erfahrung der UHG respektiert. Auch ist das Engagement der UHG nach innen bei unserer Zusammenarbeit wie auch nach außen keineswegs zu unterschätzen. Das zeigte sich nicht nur beim Volksbegehren, auch bei vielen anderen Aktionen ist das Engagement der UHG oft mehr als das anderer Hochschulgruppen und das obwohl wir die kleinste unter den Würzburger Hochschulgruppen sind.

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